Internationale Tanzmesse NRW: the final

Henrietta Horn is dancing „Rotlicht“. She is being pursued – by her own steps. Every step she makes with deliberation clings to her heels and echoes – in surround sound – through a dark room of the „World Art Room“ at Hans Peter Zimmer Foundation. Horn’s miniature is part of the Performance Parcours that forms the traditional conclusion of the Tanzmesse. Pursuing steps (sounds like Susanne Linke’s piece „Schritte verfolgen“ of 1986) does not mean following steps. It’s not about duplicating them. The steps that dancing takes are meant to represent advancement. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW: Das Finale

Henrietta Horn tanzt „Rotlicht“. Sie wird verfolgt – von ihren eigenen Schritten. Jede konzentrierte Setzung ihres Fußes ist ihr sofort auf den Fersen und schallt in Surround-Sound durch einen dunklen Raum des „Weltkunstzimmers“ in der Hans Peter Zimmer Stiftung. Ihre Miniatur ist Teil des Performance Parcours, der die Tanzmesse traditionell beschließt. Schritte verfolgen (klingt nach Susanne Linkes „Schritte verfolgen“ von 1986), heißt nicht, den Schritten folgen. Nicht nacheifern. Die Schritte, die der Tanz setzt, sollen Fort-Schritte sein. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW / Day 3: The Wedding

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIgor Strawinsky’s „Les Noces“ is a cocktail, freshly poured for five dancers, two men and three women, of Compagnie étantdonné. Bonislawa Nijinska world-premiered the piece in 1923, and it has been staged again and again since: as a peasant wedding, archaic tradition. Rubbish, say the French. It is just thunderous percussion, written down on the usual five-line stave. Five dancers are sitting on five chairs. Accompanied by four movements of music. Barefoot, they rise in their evening wear and represent musical instruments, on a space of  two by five metres they put themselves on display as musical instruments. Frédérike Unger and Jérôme Ferron celebrate music – without a safety net. The company hop up and down holding xylophones, and spread their fingers in rhythm with the violins being plucked; only rarely does the choreography develop its own ideas, for example when the girls, stumbling towards the audience like sleepwalkers, are grabbed by the boys and returned to their original position. It’s not a Ländler, it’s simple. And that’s why it’s emotional. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW: Tag 3: Die Hochzeit

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIgor Strawinskys „Les Voces„, ein frisch eingegossener Cocktail für fünf Tänzer, zwei Männer und drei Frauen der Compagnie étantdonné. Uraufgeführt 1923 von Bonislawa Nijinska, ist das Werk immer wieder auf die Bühne gestellt worden: als Bauernhochzeit, als archaisches Brauchtum. Unsinn, sagen die Franzosen. Es ist nur fulminante Percussion, notiert auf den üblichen fünf Notenlinien. Fünf Tänzer sitzen auf fünf Stühlen. Dazu gibt’s vier Sätze Musik. Barfuß erheben sie sich in Abendgarderobe und repräsentieren Instrumente, haben dafür auf einer Linie von zwei mal fünf Metern Platz, bieten sich darauf als Instrument dar. Frédérike Unger und Jérôme Ferron zelebrieren die Musik: ohne doppelten Boden. Ihre Kompanie hüpft mit den Xylophonen und spreizt zu den gezupften Geigen rhythmisch die Finger; nur sehr gelegentlich kommt die Choreografie auf eigene Gedanken, wenn etwa die Mädchen wie Schlafwandlerinnen aufs Publikum zu wanken, von den Jungs abgefischt und wieder auf die Ausgangsposition gestellt werden. Das ist kein Ländler, das ist schlicht. Und deshalb ergreifend. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW: Bei Düsseldorfern

Nach der französischen Eröffnung sind nun die Gastgeber dran. Am Tanzhaus nrw ist der Niederländer Jan Martens einer der drei neuen Choreografen, die hier Residenz bezogen haben. Mit „Sweet Baby Sweet“ hat der 1984 Geborene den wahrscheinlich längsten Kuss der Tanzgeschichte choreografiert. Gefühlte zwanzig Minuten lang klebt Kimmy Ligtvoet ihren Mund auf den von Steven Michel. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW: Opening

What an opening!

Presenting Angelin Preljocaj. This choreographer from Aix-en-Provence makes you hear who makes up the audience of this year’s dance exhibition. In 1977, John Cage, 65 years back then, read out a metered murmur: language as slowly dripping music in which the act of speaking drowned; spoke only when he or the I Ching so wished. Weiterlesen

Internationale Tanzmesse NRW: Eröffnung

01_BalletPreljocaj_EmptyMoves_C_JeanClaudeCarbonne_HWas für eine Eröffnung! Mit Angelin Preljocaj. Der Choreograf aus Aix-en-Provence macht hörbar, wer das Publikum dieser Tanzmesse ist. John Cage, damals 65 Jahre alt, las1977 ein gemessenes Murmeln, Sprache als langsam tröpfelnden Musik, versenkte so die Bedeutung des Sprechakts, sprach nur, wann er oder das I-Ging es wollte. Weiterlesen